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Erzbistum Köln
Herr Michael Kasiske
Tel: 0221 1642 1682
E-Mail: michael.kasiske@erzbistum-koeln.de

Pressemitteilungen

160812- 300 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben in Heimen des Erzbistums Zuflucht gefunden

12.Augst 2016

300 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben in Heimen des Erzbistums Zuflucht gefunden

Caritas hat Platzangebot deutlich erhöht

Köln. Die Kinder- und Jugendheime der Caritas im Erzbistum Köln haben das Platzangebot für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge deutlich erhöht. 200 Plätze konnten seit November noch zusätzlich geschaffen werden. So finden jetzt insgesamt 300 junge Frauen und Männer, die ohne ihre Eltern aus Kriegs- und Krisenländern nach Deutschland kamen, Zuflucht in den Jugendhilfe-Einrichtungen.
Der Großteil der geflohenen jungen Menschen ist zwischen 16 und 18 Jahren alt und kommt aus Afghanistan, Syrien und dem Irak. Traumatisiert und erschöpft, sind viele von ihnen dringend auf Hilfe angewiesen. „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind ausdrücklich schutzbedürftig und dringend angewiesen auf eine enge sozial-pädagogische Begleitung“, sagt der Kölner Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Joh. Hensel. Seit dem 1. November 2015 werden die unbegleiteten Flüchtlinge bundesweit nach Einwohnerzahl auf alle Städte und Kommunen verteilt.
Um der wachsenden Aufgabe nachzukommen, haben katholische Einrichtungen im Erzbistum ihre Kapazitäten vielerorts ausgebaut. Konnten die Jugendlichen zunächst noch auf vorhandene Plätze verteilt werden, wurden seit November weitere 200 Plätze geschaffen, um weitere minderjährige Flüchtlinge unterbringen zu können. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass eine Belegung von maximal zwei Jugendlichen in einem Zimmer gemäß Jugendhilfestandard erfolgt.
In den Wohngruppen und Jugendheimen kommen die überwiegend männlichen Jugendlichen endlich etwas zur Ruhe. Sie werden medizinisch, pädagogisch und häufig psychologisch betreut. Hensel: „Neben der reinen Unterbringung ist es natürlich entscheidend, dass die jungen Leute einen Plan für ihr Leben entwickeln, damit die Integration in der neuen Heimat auch gelingt. Unverzichtbar ist da ein schulischer und beruflicher Bildungsabschluss, um sich nicht lebenslang als ungelernte Kräfte durchschlagen zu müssen.“

160524- Jobpaten für Flüchtlinge gesucht

24. Mai 2016

Jobpaten für Flüchtlinge gesucht

Projekt „Neue Nachbarn – auch am Arbeitsplatz“ gibt Zuwanderern Orientierung bei der Arbeitsplatzsuche

Köln. Sprachbarrieren, Ausbildungsabschlüsse, die nicht aner-kannt werden – für Flüchtlinge ist die Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz schwierig. Der Diözesan-Caritasverband hat darum gemeinsam mit Organisationen, Initiativen und Kirchengemeinden, die in der Aktion Neue Nachbarn des Erzbistums Köln engagiert sind, das Projekt „Neue Nachbarn – auch am Arbeitsplatz“ gestartet: Gesucht werden ehrenamtliche Jobpatinnen und -paten, die Zuwanderern auf dem Arbeitsmarkt Orientierung geben.

Ziel ist es, innerhalb von drei Jahren für mindestens 300 Flüchtlinge ehrenamtliche Jobpatinnen und -paten zu gewinnen. Berufliche Fachkräfte im pastoralen und sozialen Dienst werden die Jobpatenschaften vor Ort unterstützen, vernetzen und begleiten. Zudem sollen auf Tagungen, Workshops und Info-Veranstaltungen Ehrenamtliche, Flüchtlinge und Vertreter von Unternehmen miteinander ins Gespräch gebracht werden.

„Auch wenn die gesetzlichen Hindernisse inzwischen reduziert wurden – von einer wirklich aktiven Förderung der Teilhabe von Flüchtlingen am Arbeitsleben in Deutschland sind wir noch weit entfernt“, sagt Dr. Frank Joh. Hensel, Diözesan-Caritasdirektor im Erzbistum Köln und Leiter der Flüchtlingshilfe Aktion Neue Nachbarn.

Viele Flüchtlinge benötigten über die Dienstleistungen der öffentlichen Stellen hinaus erheblich intensivere und persönlichere Unter-stützung bei der beruflichen Neuorientierung. Und genau hier setzen die Jobpatenschaften an: „Nur durch gesellschaftlichen Zusammenhalt kann es uns gelingen, nachhaltige Hilfen für die Ge-flüchteten zu schaffen“, so Hensel. Die Caritas tritt grundsätzlich dafür ein, allen Menschen faire Teilhabe an guter Erwerbsarbeit zu ermöglichen und bietet gerade denen Hilfen an, die am konventionellen Arbeitsmarkt schlechte Chancen haben. Hensel hofft nun auf eine neue „Integrationskultur am Arbeitsplatz“, die letztlich nicht nur Flüchtlingen, sondern auch anderen Benachteiligten zu Gute kommt.
Das Projekt „Neue Nachbarn – auch am Arbeitsplatz“ wird von der Aktion Mensch gefördert.

Weitere Infos: Janine Bongard, Projektreferentin,
Tel. 0221 – 2010 237,
janine.bongard@caritasnet.de

PM_160524_Jobpaten für Flüchtlinge gesucht (PDF)

160520- Aktion Neue Nachbarn - Daten, Zahlen, Fakten

20. Mai 2016

Aktion Neue Nachbarn – Daten, Zahlen, Fakten

Steckbrief – „Aktion Neue Nachbarn“ des Erzbistums Köln

Die Aktion

Die Aktion Neue Nachbarn unterstützt, vernetzt und fördert seit November 2014 die Flüchtlingshelfer im Erzbistum Köln und präsentiert ihre Arbeit in der Öffentlichkeit. An Gemeinden und Initiativen im Erzbistum Köln werden Zuschüsse für die Flüchtlingshilfe ausgezahlt. Die Aktionbietet allen Engagierten außerdem Informationen, Ansprechpartner und neue Ideen. Seit dem Beginn des Projektes engagieren sich nun Tausende für Flüchtlinge und für eine Willkommens- und Integrationskultur in den Gemeinden. Informationen über die Aktion gibt es auf der Website www.aktion-neue-nachbarn.de. Die Facebook-Gruppe „Neue-Nachbarn-Netzwerk“ vernetzt Flüchtlingshelfer und Unterstützer (www.facebook.com/groups/NeueNachbarnNetzwerk).

Hintergrund der Aktion Neue Nachbarn

Die Organisatoren der Aktion betonen:
– Aus dem Evangelium und der christlichen Soziallehre ergibt sich der Auftrag, dass wir uns als katholische Kirche für Notleidende und Bedrängte und damit auch für Flüchtlinge einsetzen.
– Flüchtlinge unterstützen wir auch, indem wir uns öffentlich für eine ihre Würde achtende Politik einsetzen.

Finanzmittel

–  In den Jahren 2015 und 2016 stehen für die Aktion Neue Nachbarn und die Flüchtlingshilfe des Erzbistums Köln insgesamt 27,5 Millionen Euro bereit. Außerdem ist die Flüchtlingshilfe in die
alltägliche Arbeit vieler Bereiche integriert.
–  5 Millionen Euro wurden für den Soforthilfe-Fonds für Flüchtlingshilfe in den Seelsorgebereichen und die fachliche Stärkung der Flüchtlingshilfe der Caritas bereitgestellt. Damit wurden              bislang rund 250 gemeindliche und verbandliche Aktivitäten gefördert.
– 10 Millionen Euro stehen für die Flüchtlingshilfe im Bereich Mission und Entwicklungshilfe zur Verfügung.
– 12,5 Millionen Euro werden in Integrative Wohnprojekte (Klarissenkloster, St. Pantaleon) investiert.

Sprachkurse und Qualifizierung Ehrenamtlicher

– Sprache ist ein Schlüssel für eine gelingende Integration in die Gesellschaft. Da bislang vielen Flüchtlingen der Zugang zu staatlich gefördertem Sprachunterricht verwehrt bleibt, bietet das
Katholische Bildungswerk im Rahmen der Aktion Neue Nachbarn flächendeckend ein kostenfreies Sprachförderangebot aller Level an. Allein 2015 wurden über 390 Deutschkurse durchgeführt    und damit etwa 7.400 Teilnehmende erreicht. Das Erzbistum Köln stellte dafür rund 500.000 Euro zur Verfügung; für das Jahr 2016 sind rund 700.000 Euro veranschlagt.
– Für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe gab es bislang 110 Qualifizierungskurse sowie 17 Veranstaltungen zur politischen Bildung.

Internetseite www.aktion-neue-nachbarn.de

Hintergrundinformationen zur Flüchtlingsthematik, finanzielle Unterstützung für Initiativen, Ansprechpartner sowie Beispiele in Reportagen und Videos aus den Gemeinden finden Engagierte auf der Internetplattform www.aktion-neue-nachbarn.de. Hier können sich Initiativen unmittelbar Antragsformulare oder rechtliche Grundlagen zum Flüchtlingsthema herunterladen, Angebote und Ansprechpartner in ihrer Region finden und sich von anderen Initiativen inspirieren lassen.

Facebook-Gruppe www.facebook.com/groups/NeueNachbarnNetzwerk

Für die schnelle, selbstorganisierte Flüchtlingshilfe in der Nachbarschaft gibt es eine eigene Facebook-Gruppe – das „Neue-Nachbarn-Netzwerk“ unter www.facebook.com/ groups/NeueNachbarnNetzwerk. Persönliche Hilfe, Schulranzen, Fahrräder, eine ganze Wohnung: hier wird unkompliziert angeboten und vermittelt, damit Hilfe schneller bei Flüchtlingen ankommt. Das Netzwerk hat mittlerweile über 4.000 Mitglieder.

Wohnraum-Beispiele

–  Aktuell sind kirchliche Organisationen im Erzbistum Köln Träger von rund 30 Flüchtlingsheimen. Diese Organisationen betreuen eine Vielzahl von Flüchtlingsunterkünften; unter anderem
engagieren sich die Malteser für das Aufnahmelager in Bergheim.
–  72 Pfarrheime im Erzbistum Köln werden von Flüchtlingshelfern genutzt. Sprachkurse, Kleiderkammern, Begegnungstreffen, Mutter-Kind-Kurse und Handarbeitskurse haben in Pfarrheimen
ihren Raum. Zahlreiche Pfarrzentren werden auch als Ausgleichsräume genutzt, weil Turnhallen und ähnliche Objekte durch Flüchtlinge belegt sind.
–  Aktuell hat das Bistum 14 Wohnungen und 1 Einfamilienhaus aus seinem Bestand Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.
–  Die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (Aachener SWG) hat per 30. September 2015 59 Wohnungen an 175 Flüchtlinge vermietet.
–  In ca. 300 Wohnungen aus dem Besitz verschiedener Pfarrgemeinden sind Flüchtlinge untergebracht oder bestehen Planungen, diese für Flüchtlinge herzurichten bzw. den Kommunen für die
Unterbringung von Flüchtlingen anzubieten.
–  Im August 2015 hat das Erzbistum einem Flüchtling aus Myanmar im Katholisch-Sozialen Institut Bad Honnef eine Wohnung verschafft; dort hat er auch einen Ausbildungsplatz zum
Hotelfachmann erhalten.
–  Bis Oktober des vergangenen Jahres lebte im Kölner Priesterseminar eine dreiköpfige Flüchtlingsfamilie aus dem Irak, im Anschluss übernahm eine neue Flüchtlingsfamilie diese Wohnung.
–  In Planung bzw. im Bau sind derzeit drei größere Wohnprojekte für Flüchtlinge: das Klarissenkloster Köln-Kalk, St. Pantaleon Köln, Benediktinerinnen Köln.

Besondere Aktionen

–  „23 000 Glockenschläge“: Die Schläge des „Dicken Pitter“ und der Glocken von über 230 Kirchen hallten am 19. Juni 2015 über den Roncalliplatz und im Erzbistum Köln. Denn seit 2000
haben bis dahin über 23.000 Flüchtlinge ihr Leben verloren bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren und nach Europa zu gelangen. Jedem Einzelnen widmete das Erzbistum Köln mit
dieser bundesweit beachteten Aktion einen Glockenschlag und forderte so auch zu einer „Globalisierung der Nächstenliebe“ auf. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hatte zugleich um
Spenden für MOAS gebeten; die Hilfsorganisation rettet Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken. Der Spendenaufruf erbrachte insgesamt über 250.000 Euro für die Flüchtlingshilfe.
–  Aktion „Mobile Nachbarn“: Initiativen im Bereich der Fahrradnutzung – Bereitstellung von Fahrrädern für Flüchtlinge, Planung von Fahrradschulen und -trainings , Tourenangebote für und
mit Flüchtlingen.

Sonstiges

–  Einrichtung einer Hotline Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln: Tel. 0221 1642-1212; Mail: fluechtlingshilfe@erzbistum-koeln.de
–  Einstellung von Flüchtlingen mit ungesichertem Aufenthaltsstatus zum 1. Oktober 2015 auf zwei Ausbildungsstellen Büromanagement im Erzbischöflichen Generalvikariat und auf je einer
weiteren Stelle in der Kath. Jugendagentur Bonn sowie im Katholisch-Sozialen Institut Bad Honnef
– Didaktische Materialien für Kindertagesstätten und Schulen zum Thema Flucht
– Unterstützung der Aufnahme von Flüchtlingskindern in katholischen Kindertagesstätten und Schulen
– Fortbildungsangebote für pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Stärkung der seelsorgerischen Begleitung von Flüchtlingen
Angebote von Coaching/Supervision für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

160414 - Vielfältiges Engagement für Flüchtlinge

14.April 2016

Vielfältiges Engagement für Flüchtlinge

Erzbistum Köln – Flüchtlinge als Schüler – Ziel wird 2017 erreicht

Köln. Um die Aufnahme von Schülern mit Fluchterfahrung bemühen sich derzeit die 32 Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Köln. Seit dem 1. Februar wird ein Konzept umgesetzt, das vorsieht, in jeder Klasse einen Flüchtling als Schüler aufzunehmen. Rund 750 Schüler sollen integriert werden.

Bisher ist es gelungen, 89 Schüler mit Fluchterfahrung an den kirchlichen Schulen aufzunehmen. Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen werden den Erzbischöflichen Schulen keine Schüler vom Land zugewiesen. „Nach Absprache mit den Kommunen nehmen die Schulleiter der kirchlichen Schulen je nach Situation vor Ort Schüler mit Fluchterfahrung an ihrer Schule auf“, erklärt Dr. Bernadette Schwarz-Boenneke, Hauptabteilungs-leiterin Schule/Hochschule beim Erzbistum Köln. So nimmt die Papst-Johannes XXIII.-Schule in Pulheim Schüler mit Fluchterfahrung auf und hält in Absprache mit der Stadt Pulheim weitere Schulplätze vor. Zudem stellt sie der Stadt das ehemalige Internat als Flüchtlingsunterkunft kostenlos zur Verfügung.

Während in einigen Schulen schon Flüchtlinge unterrichtet werden, arbei-ten andere Schulen noch an der Umsetzung des Konzeptes. So war an eini-gen Schulen eine Aufnahme von Flüchtlingen im laufenden Schuljahr nicht möglich, da die kirchlichen Schulen sehr beliebt und die Klassen vollstän-dig belegt sind. Daher haben einige Schulen nun für das neue Schuljahr explizit Plätze für Kinder mit Fluchterfahrung reserviert. Um Platz zu schaf-fen, sind an einigen Schulen auch bauliche Maßnahmen geplant. „Wir wol-len unser Ziel von 750 Schülern mit Fluchterfahrung in den kirchlichen Schulen bis zum Sommer 2017 erreichen“, erklärt Schwarz-Boenneke.

Die erzbischöflichen Schulen gehen auf den Bedarf vor Ort ein. Daher wur-de an der Bonner Liebfrauenschule auch die erste Auffangklasse eröffnet. Favorisiert wird im Konzept aber weiterhin, dass die Kinder mit Flucht-erfahrung in einer Eingangsklasse die Sprache erwerben und sonst eine Regelklasse besuchen. Die erzbischöflichen Schulen haben allerdings ein katholisches Profil, das nicht von allen Familien mit Fluchthintergrund angenommen wird. Für die Arbeit mit muslimischen Kindern gibt es im Rahmen des Konzeptes für die Lehrer Fortbildungen in interreligiöser Kompetenz.

Über das Konzept zur Schaffung von Schulplätzen hinaus setzen sich die kirchlichen Schulen vielfältig für eine Willkommens- und Integrationskul-tur ein. Beispielsweise organisiert das Irmgardis-Gymnasium Köln in dem Projekt ‚Unter Nachbarn‘ u.a. Deutschkurse, Sport- und Spielangebote für Flüchtlinge.

160322 - „Aktion Neue Nachbarn“: Flüchtlingshilfe regional im Netz

22. März 2016

„Aktion Neue Nachbarn“: Flüchtlingshilfe regional im Netz

Erzbistum Köln –20.000 Ehrenamtliche – Vernetzung vor Ort

Erzbistum Köln. Rund 20.000 ehrenamtliche Helfer sind derzeit für die Aktion Neue Nachbarn – die Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln aktiv.  In ihren Pfarrgemeinden in der Region helfen sie auf vielfältige und kreative Weise, die geflüchteten Menschen willkommen zu heißen und sie als neue Nachbarn bei sich aufzunehmen. Damit ehrenamtliche und hauptberufliche Helfer im Netz direkt finden können, was bei ihnen vor Ort getan, gebraucht oder angeboten wird, gibt es ab sofort auch regionale Internetseiten unter www.regional.aktion-neue-nachbarn.de.

Die neuen Seiten sind nach den Kreisen und Städten des Erzbistums Köln aufgeteilt. User finden hier regionale Veranstaltungen im Rahmen der Flüchtlingshilfe, laufende Projekte, an denen man sich beteiligen kann und haben die Möglichkeit, Dinge zu verschenken, die vor Ort benötigt werden.

Auch das Facebook-Portal „Neue-Nachbarn-Netzwerk“, welches bereits mit Beginn der Aktion Neue Nachbarn gegründet worden ist, erfreut sich täglich neuer Mitglieder. Mittlerweile gehören fast 4000 Menschen zu der Gruppe, in der kostenlos informiert, angefragt, angeboten und vermittelt wird, damit unkomplizierte Hilfe schneller bei Flüchtlingen ankommt.

Bereits seit Sommer 2015 werden 15 hauptamtliche Mitarbeitende als regionale Koordinatoren im Rahmen der Aktion Neue Nachbarn beschäftigt. Aufgrund der vielfältigen Angebote und Anfragen von Ehrenamtlichen in den Gemeinden des Erzbistums Köln, wurden diese „Lotsenpunkte“ eingeführt. Seither kümmern sich die Koordinatoren um die Vernetzung von Flüchtlingen, Flüchtlingshelfern, Kommunen und Institutionen vor Ort. Sie behalten den Überblick über Initiativen und Veranstaltungen, koordinieren ehrenamtliche Hilfen und vermitteln Kontakte.

160319 - Meditation und Bogenschießen stärkt Flüchtlingshelfer

19. März 2016

Meditation und Bogenschießen stärkt Flüchtlingshelfer

Köln – Aktion Neue Nachbarn – Kardinal Woelki – Weihbischof Puff

Köln. Mit einem „Geistlichen Tag“ hat das Erzbistum Köln am Samstag, 19. März,  das Engagement von Flüchtlingshelfern gewürdigt. 270 ehrenamtliche Helfer waren an diesem Tag ins Maternushaus in Köln gekommen. Impulse und Workshops, wie meditatives Tanzen, kreatives Schreiben und Malen, aufmerksames Fotografieren und Bibelarbeit bestärkten die Flüchtlingshelfer in ihrem Engagement. „Die Flüchtlingshelfer brauchen diese Vergewisserung im Glauben und Bestärkung, denn seit Monaten gehen sie an ihre Grenzen, um ganz im christlichen Sinn dem Nächsten auf der Flucht zu helfen“,  erklärte Weihbischof Ansgar Puff. Seit November 2014 gibt es die Aktion Neue Nachbarn des Erzbistums Köln, in der rund 20.000 Ehrenamtliche für Flüchtlinge einsetzen. „Wir helfen den Flüchtlingen nicht, weil sie Christen sind, sondern weil wir Christen sind“, betonte Puff.

Gemeinsam mit den Flüchtlingshelfern feierte Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki einen Wortgottesdienst und betonte die Bedeutung der Hilfe für Menschen in Not. Er forderte legale Wege der Einwanderung und ein uneingeschränktes Recht auf Asyl. „Es ist notwendig, jedem Anzeichen von Menschenverachtung entgegenzutreten – auch wenn das zum Teil erheblichen Mut und Zivilcourage erfordert“, ermutigte der Erzbischof die Helfer.

Weihbischof Puff nahm auch an einem der 17 Workshops teil. Beim „Meditativen Bogenschießen“ übte er, wie man ganz in Ruhe ein Ziel in den Blick nimmt. In seinem Impuls an die Helfer sagte er: „Kirche wird lebendig, weil sich die Flüchtlingshelfer als Teil der Kirche für andere Menschen einsetzen“. Von den Helfern war ein solcher Tag des Innehaltens und der Einkehr angefragt worden. „Gerade die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe benötigen, neben vielen anderen Unterstützungsangeboten, geistlich-spirituelle Begleitung und den Bezug zu Christus“, sagte Puff. In einem Faltblatt wurden die Seelsorglichen Angebote im Erzbistum Köln für Engagierte und Flüchtlinge zusammengefasst.

 

160303 - Denn sie wissen, was sie tun

3. März 2016

„Denn sie wissen, was sie tun“

Vor dem EU-Türkei-Gipfel würdigt die Caritas im Erzbistum Köln europaweites ehrenamtliches Engagement und fordert die Politik auf, sich daran ein Beispiel zu nehmen

Köln. Vor dem EU-Türkei-Gipfel zur Flüchtlingskrise am kommenden Montag (7. März) fordert der Kölner Diözesan-Caritasverband die Staats- und Regierungschefs auf, echte Solidarität zum Leitprinzip der europäischen Asylpolitik zu erklären. „Europaweit springen Bürgerinnen und Bürger dort ein, wo staatliche Strukturen versagen. Zivilgesellschaftliches Engagement ist unverzichtbar, darf aber Staaten nicht aus ihrer Verantwortung entlassen“, so Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Joh. Hensel.

Die vielen Freiwilligen seien von enormer Bedeutung in der Flüchtlingshilfe. Allein im Erzbistum Köln kümmern sich in Pfarrgemeinden und Caritasverbänden 20.000 Menschen ehrenamtlich um Hilfesuchende. Auch auf den griechischen Inseln und entlang der Balkan-route sind es häufig diese Kräfte, die das Überleben der Menschen sichern. „Die ehrenamtlich Engagierten vermitteln eine Idee davon, wofür Europa stehen sollte: für Frieden, Menschenrechte und Solidarität“, so Hensel, der auch Leiter der Flüchtlingshilfe „Aktion Neue Nachbarn“ im Erzbistum Köln ist.

An den Binnengrenzen der EU sei die Situation teils dramatisch, so Hensel. Derzeit erreichen etwa 2.000 Menschen pro Tag von der Türkei aus die nahe gelegenen griechischen Inseln. Laut Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) machen Frauen und Kinder inzwischen mehr als die Hälfte aller Ankommenden aus.

„Das Schicksal Tausender Menschen und das ehrenamtliche Engagement so vieler Bürger der EU muss Ansporn sein für die Staats- und Regierungschefs“, so Hensel. „Aktuelle staatliche Entscheidungen geben die fliehenden Menschen entlang der Zäune der Verelendung preis.“ Die Politiker müssten sich der Verantwortung stellen, sich einigen und Europa ein menschliches Gesicht geben: „Denn sie wissen, was sie tun.

160219 - Kardinal Woelki: Keine weitere Beschränkung des Familiennachzugs für Flüchtlinge

19. Februar 2016

Kardinal Woelki: Keine weitere Beschränkung des Familiennachzugs für Flüchtlinge

Bundestag debattiert über das Asylpaket II – „Von Familien geht eine große Integrationskraft aus“

Köln. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki kritisiert die weitere Einschränkung des Familiennachzugs für Flüchtlinge, einen der zentralen Punkte des neuen Asylpakets II: „Die Einengung des Rechts wird vor allem Frauen und Kin-der dazu treiben, sich ebenfalls auf den gefährlichen Fluchtweg zu machen, mit all seinen Gefahren für Leib und Leben“.
Der „Grundsatz der Einheit der Familie“ habe, so Kardinal Woelki, aus christlicher Perspektive eine hohe Bedeutung: „Prinzipiell ist bei Flüchtlingen unbedingt Rücksicht zu nehmen auf die familiären Verhältnisse.“
Familie sei häufig der Schlüssel zur Integration. „Es sind die Kinder, die sich schnell einleben – in Kitas und Schulen. Kinder bauen auch für ihre Eltern Brücken. Von Familien geht also eine große Integrationskraft aus“, so Woelki weiter. „Wir können uns nicht beschweren, dass Integration nicht gelingt, gleichzeitig Flüchtlingen aber verbie-ten, ihre Ehepartner und leiblichen Kinder nachzuholen.“
Am heutigen Freitag debattiert der Deutsche Bundestag über das Asylpaket II, das die zweijährige Aussetzung des Rechts auf Familiennachzug für Flüchtlinge mit so genanntem „subsidiärem“ – also eingeschränktem – Schutz vorsieht. Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz haben keinen Anspruch auf Flüchtlingsschutz oder Asyl nach dem Grundgesetz. Sie werden dennoch nicht abgeschoben, weil sie in ihren Heimatländern ernsthaft bedroht sind, etwa durch die Verhängung der Todesstrafe, Folter oder aufgrund bewaffneter Konflikte.

151217 - Bauantrag für Klarissenkloster eingereicht

17.Dezember 2015

Bauantrag für das Klarissenkloster eingereicht

Köln – Umbau Klarissenkloster – Integratives Wohnprojekt

Köln. Ein integratives Wohnprojekt für Menschen mit Fluchterfahrung und „Kölner“ soll am ehemaligen Klarissenkloster in Köln-Kalk entstehen. Nachdem im Pfortengebäude schon die ersten Flüchtlinge eingezogen sind, hat der Projektleiter, Dr. Martin Günnewig vom Erzbistum Köln, am heutigen Freitag den Bauantrag für das weitere Projekt an Josef Ludwig, kommissarischer Leiter des Amtes für Wohnungswesen der Stadt Köln überreicht. Nach Genehmigung der Pläne durch die Stadt, können die Arbeiten zur Erstellung von 34 Wohnungen jeweils zur Hälfte für „Kölner“ und Flüchtlinge beginnen. In diesen Wohnungen und dem Pfortengebäude werden dann insgesamt rund 200 Menschen wohnen können.

Für die weiteren Gebäude und den Garten hatten vier Planungsbüros in einem Qualifizierungsverfahren Vorschläge für die Umsetzung einer integrativen Wohnanlage gemacht. Eine Kommission aus Experten von Erzbistum Köln, Stadt Köln, Bezirksvertretung Kalk, der künftigen Betreiber und aus Architekten hatten den Siegerentwurf ausgewählt.

Die Gewinner, das Büro LK Architekten, planen eine offene Wohnanlage für Flüchtlinge und „Kölner“. Im Gegensatz zu der alten beengten baulichen Situation des Klosters wird die geplante Wohnanlage mit Wegen und Zugängen durchlässig und offener gestaltet. Leitidee des Entwurfes ist es, einen zweiten Wohnhof zu bauen, dessen eine Seite das Quadrum, also das ehemalige Schwesternwohnhaus bildet. Realisiert wird das Projekt mit der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft, dem Caritasverband für die Stadt Köln und der Stadt Köln.

Auch das Quadrum wird zu Wohnzwecken umgebaut. Dort werden nach derzeitiger Planung unbegleitete minderjährige Flüchtlinge wohnen. Insgesamt entstehen im Altbau und im Neubau 34 Wohnungen und Appartements ganz unterschiedlicher Größe und Zuschnitts mit insgesamt mehr als 2.500 Quadratmetern Wohnfläche. Die Stadt Köln hat in dieser Woche bereits damit begonnen, das frisch renovierte Pfortengebäude des ehemaligen Klarissenklosters mit Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan, die vorher in Notunterkünften untergebracht waren, zu belegen.Das Gebäude wurde in den vergangenen Monaten umgebaut und renoviert. Insgesamt bietet es Platz für bis zu 28 Flüchtlinge. Die Räume sind barrierefrei und damit auch für Rollstuhlfahrer als Wohnraum geeignet.

151215 - PM Integration durch Spracherwerb

15.Dezember 2015

Integration durch Spracherwerb

Erzbistum Köln. Das Bildungswerk des Erzbistums Köln macht vielfältige Angebote für eine Willkommens- und Integrationskultur in den Regionen. Einen Schwerpunkt legte es im Jahr 2015 auf Angebote zum Erwerb der deutschen Sprache als ein Schlüssel für gelingende Integration und ein selbstbestimmtes Leben in der neuen Heimat. Da weiterhin vielen Flüchtlingen der Zugang zu staatlich gefördertem Deutschunterricht verwehrt bleibt, bietet das Bildungswerk flächendeckend ein qualifiziertes und kostenfreies Sprachangebot an. Allein 2015 wurden über 390 Deutschangebote durchgeführt und damit etwa 7.400 Teilnehmende erreicht. Vom Erzbistum Köln wurden dafür im Jahr 2015 rund 500.000 Euro zur Verfügung gestellt, für das kommende Jahr 2016 sind rund 700.000 Euro veranschlagt. Außerdem erhält der Träger, das Bildungswerk der Erzdiözese Köln, pauschale Landeszuschüsse für die Bildungsarbeit.

Neben niedrigschwelligen Kursen zur Erstorientierung und Deutschkursen aller Level (von Alphabetisierungs-, über die stark nachgefragten Anfänger-, bis hin zu Fortgeschrittenenkursen) werden Eltern-Kind-Kurse sowie Konversationstreffen angeboten. Vielerorts werden dabei geschlechtergetrennte Kurse und Kinderbetreuung ermöglicht.
Bei allen Angeboten wird die Sprachvermittlung mit Alltagsfragen verknüpft und auf die besonderen Bedürfnisse der Teilnehmenden eingegangen. Beispielsweise werden Dialoge für den Arztbesuche eingeübt, Institutionen wie der Kindergarten und Unterstützungsmöglichkeiten im Wohnort vorgestellt.
Um einen einfachen Zugang zu den Angeboten und eine Vernetzung zu ermöglichen, arbeiten die Familienbildungsstätten und Bildungswerke stets mit vielfältigen Kooperationspartnern zusammen. So können die Kurse direkt vor Ort stattfinden: im Flüchtlingsheim, in der Gemeinde, bei kooperierenden Einrichtungen und natürlich an den eigenen Standorten.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Qualifizierung von Ehrenamtlichen für die Tätigkeit mit Flüchtlingen. 2015 wurden bei etwa 110 Veranstaltungen Ehrenamtliche und Interessierte durch Fachreferent/-innen mit Hintergrundwissen zu Herkunftsländern und der Situation in Deutschland versorgt sowie im Bereich „Interkultureller Kompetenz“, „Prävention“, und „Antirassismus“ geschult.

Eine Vorreiterrolle nimmt das Bildungswerk durch sein neuestes Fortbildungsangebot „Sprachanker“ ein: einem Qualifizierungsangebot für ehrenamtliche Sprachlehrkräfte. In einer 18 Unterrichtsstunden umfassenden Schulung werden Know-how und Handwerkszeug sowie eigens erstellte Materialien weitergegeben und ein sicherer Rahmen geboten. Interessante Fortbildungsveranstaltungen mit Tipps und Tricks sowie der Austausch mit anderen (ehrenamtlichen)Sprachlehrkräften flankieren das Angebot. Alle erstellten Materialien, wie eine Handreichung und Methodensammlung, werden in den nächsten Wochen frei zugänglich auf der Website der Aktion Neue Nachbarn veröffentlicht: www.aktion-neue-nachbarn.de

Dem Bildungswerk der Erzdiözese e.V. ist „Bildung für alle“ ein Anliegen. Es sieht sich in der Verantwortung die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen und möchte, neben gezielten Unterstützungsangeboten, Plattform sein, um Integration erlebbar zu machen. Daher lädt es Flüchtlinge ein, kostenfrei an regulären Angeboten teilzunehmen und veranstaltet für alle Einwohnenden der Regionen Begegnungs-Aktionen wie zum Beispiel länderübergreifende Kochabende oder Musikworkshops.

Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Pädagogischen Leiter: Dr. Peter Scharr (peter.scharr@erzbistum-koeln.de, Tel: 0221/1642-1409)

Das Bildungswerk der Erzdiözese Köln e.V. wurde 1975 gegründet. Über seine 9 Katholischen Familienbildungsstätten und 11 Katholischen Bildungswerke erreicht es mit 12.000 Kursen jährlich 170.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Bildungsangebote decken ein weites Spektrum an gesellschaftspolitisch relevanten Themen ab wie Glaubens-, Werte und Sinnfragen, Geburt und Erziehung, Haushalt, Medien, Kultur und berufsbezogene Qualifizierung. Das Bildungswerk der Erzdiözese Köln ist anerkannte Weiterbildungseinrichtung nach WbG und AWbG. Sein Qualitätsmanagement ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001. www.bildungswerk-ev.de

151215 - Bildung und Integration

15.Dezember 2015

Bildung und Integration für junge Flüchtlinge

Erzbischöfliche Schulen schaffen Schulplätze für Flüchtlinge

Köln. Die Schulen im Erzbistum Köln wollen ab Februar 2016 für rund 750 Flüchtlingskinder neue Schulplätze anbieten. Ziel ist es, pro Schulklasse mindestens ein Kind mit Fluchterfahrung aufzunehmen. Gerade mit Blick auf die besonderen Regelungen und Auflagen, die im schulischen Bereich gelten, ist dieses Projekt ein großer Schritt nach vorne. Bisher gilt, dass die staatlichen Stellen katholischen Schulen nicht einfach Flüchtlingskinder zuweisen können, da es sich hier um so genannte „Ersatzschulen“ handelt. Um einen Platz für einen Flüchtling zur Verfügung zu stellen und ihn in den normalen Schulbetrieb aufzunehmen, war bisher ein kompliziertes Verfahren notwendig, das nun in Kooperation mit den zuständigen Behörden vereinfacht werden soll.

Geplant ist, dass die Flüchtlingskinder zunächst in einer Eingangsklasse unterrichtet werden, in der vor allem der Spracherwerb im Vordergrund steht. Parallel dazu werden die Kinder in einer Regelklasse aufgenommen und besuchen dort ebenfalls den Unterricht. Nach und nach gehen die Schüler dann vollständig in die Regelklasse über. Dabei soll jedes einzelne Kind entsprechend seines Bedarfs gefördert werden. Auch die Lehrkräfte werden für diese integrative Arbeit besonders geschult. So sind beispielsweise Fortbildungen im interreligiösen und interkulturellen Kontext fester Bestandteil des Konzepts. Für die einheimischen Schüler ist die Flüchtlingsthematik bereits seit längerem immer wieder Thema innerhalb und außerhalb des Unterrichts, sodass sie für die Situation der Flüchtlinge sensibilisiert werden.

Das neue Projekt ist ein weiterer Baustein im Engagement der erzbischöflichen Schulen im Bereich der Flüchtlingshilfe. Schon seit Beginn des Jahres haben die 32 Schulen immer wieder neue Ideen entwickelt, um Flüchtlingen zu helfen, in ihrer neuen Heimat anzukommen. Dazu gehören Deutschkurse, Sport- und Freizeitaktivitäten oder Kinderbetreuung. Auch Projekte wie Spendenläufe, gemeinsame Weihnachtsfeiern oder Begegnungsnachmittage werden organisiert. Mit dem Flyer „Wir machen mit und öffnen Türen“ wird an den Schulen dafür geworben, sich an Hilfsprojekten zu beteiligen.

Im Hochschulbereich werden Flüchtlinge vor allem durch die katholischen Hochschulgemeinden unterstützt. Sie bieten Flüchtlingen, die schon in ihrer Heimat studiert haben oder eine andere schulische Qualifikation erworben haben, eine Erstberatung an und sind ihnen bei der Suche nach einem Studienplatz behilflich. Ehrenamtliche organisieren außerdem Sprachkurse und bieten ein individuelles studienbegleitendes Mentoring an.

Weitere Informationen zum Projekt und zum Engagement der erzbischöflichen Schulen erhalten Sie über die Pressestelle des Erzbistums Köln, Telefon 0221-1642 1411 oder per Mail an presse@erzbistum-koeln.de.

151215 - Integration in den Arbeitsmarkt

15.Dezember 2015

Caritas unterstützt Flüchtlinge bei der Integration in den Arbeitsmarkt

Bestehende Beratungs- und Qualifizierungsangebote werden 2016 um zwei weitere Projekte ergänzt.

Köln. Arbeit ist ein Menschenrecht und zugleich ein wichtiger Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft. Der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen stehen inzwischen zwar weniger gesetzliche Hindernisse entgegen, von einer wirklichen Teilhabe am Arbeitsleben sind Flüchtlinge aber noch weit entfernt.

Um die Arbeitsmarktsituation von Flüchtlingen verbessern und geeignete Unterstützungsangebote bereitstellen zu können, ist im Rahmen der Aktion Neue Nachbarn das Arbeitspaket „Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt“ aufgelegt worden. „Auch wenn die gesetzlichen Hindernisse inzwischen reduziert wurden – von einer wirklich aktiven Förderung der Teilhabe von Flüchtlingen am Arbeitsleben in Deutschland sind wir noch weit entfernt. Viele Flüchtlinge benötigen über die Dienstleistungen der öffentlichen Stellen hinaus erheblich intensivere und persönlichere Unterstützung bei der beruflichen Neu- und Umorientierung“, erläutert Andrea Raab, zuständig für das Arbeitspaket und beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln Leiterin der Abteilung Europa und Arbeitsmarktpolitik.

Ergänzend zu den seit vielen Jahren bestehenden kirchlichen Beratungs- und Qualifizierungsangeboten im Bereich Arbeitsmarkt, welche Flüchtlingen und Asylbewerbern ebenso offen stehen wie Einheimischen, werden im Frühjahr kommenden Jahres zwei weitere Projekte aufgelegt. Das Projekt „Neue Nachbarn – auch am Arbeitsplatz“ zielt darauf ab, im Laufe von drei Jahren für mindestens 300 Flüchtlinge ehrenamtliche Jobpaten zu gewinnen. Diese sollen Flüchtlinge mit ihren Kenntnissen und Erfahrungen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt begleiten. Das Projekt „Willkommen, Kollege! Willkommen, Kollegin!“ will bei kirchlichen Arbeitgebern im Erzbistum Köln 100 Ausbildungs- oder Arbeitsplätze mit Flüchtlingen besetzen. Insbesondere soll dafür bei den caritativen Trägern, katholischen Sozialverbänden und weiteren Organisationen im Erzbistum Köln geworben werden.

151215 - Kochen für Integration

15.Dezember 2015

Kochen für die Integration

Die Fähigkeit in der neuen Heimat im Alltag eigenständig zurechtzukommen, ist eine wichtige Voraussetzung für die Integration. Dazu gehört auch, einen eigenen Haushalt zu führen. Um junge Flüchtlinge hierbei zu unterstützen, bietet der Jugendmigrationsdienst Köln (JMD-Köln) neben Sprachkursen auch Kochkurse an. Zwischen 15 und 25 Flüchtlinge treffen sich wöchentlich mit deutschen Jugendlichen, um gemeinsam zu kochen. Die Kochgruppe wird durch die Aktion Neue Nachbarn unterstützt.

Gekocht wird jeden Dienstag, im Anschluss an den Sprachkurs. Zum „Kursplan“ gehören selbstverständlich auch der Einkauf und die Kochvorbereitungen. Angeleitet werden die Jugendlichen von Integrationstrainer Yaghoob Ebrahimi, der in seinem vorherigen Beruf Koch war und sich in der Küche bestens auskennt: „Kochen ist wichtig und gehört zum Leben. Viele der jungen Flüchtlinge haben bisher nicht kochen gelernt, doch das müssen sie, um perspektivisch eigenständig leben zu können.“

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Kochkurses ist, dass die Teilnehmer gleichzeitig die deutschen Begriffe für die verschiedenen Lebensmittel kennenlernen. Geübt wird außerdem wie man Speisen servieren kann, wie es zum Beispiel in der Gastronomie üblich ist.
Najeeb Almass ist seit vier Monaten in Deutschland und regelmäßiger Teilnehmer der Kochgruppe: „Es ist gut, mit anderen Jugendlichen hier einmal in der Woche zusammenzukommen. Wir lernen kochen und die deutsche Sprache. Ich habe hier Freunde gefunden, mit denen ich meine Freizeit verbringen kann.“

Weitere Informationen zum Kochkurs bekommen Sie bei Peter Scholz (Leiter des JMD Köln) unter 0221 – 93 32 92 9 oder im Internet unter www.jmd-koeln.de.

Die Katholische Jugendagentur Köln gGmbH

Die Katholische Jugendagentur Köln gGmbH, kurz KJA Köln, ist ein gemeinnütziger und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Wir sind aktiv in der Stadt Köln und im Rhein-Erft-Kreis.
Die KJA Köln will, ganz im Sinne des kirchlichen Auftrags, jungen Menschen zukunftsorientierte Lebensperspektiven aufzeigen und sie bei der Gestaltung ihres Lebens individuell unterstützen. Der Auftrag für das Handeln der KJA Köln ergibt sich durch das Pastorale Rahmenkonzept, das die Bedingungen für kirchliche Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Erzbistum Köln festlegt. Unsere Auftraggeber sind die jungen Menschen. Nach ihnen richten wir unser Handeln aus, unabhängig von ihrer Herkunft, sozialen Stellung, Bildung und Religion.

Schulprojekt Kids Pioniere | Flüchtlingsarbeit in den katholischen Jugendverbänden
Lachen, spielen und gemeinsam lernen. Das Projekt „Kids Pioniere“ an der OGS Baadenbergerstr., die in Trägerschaft des Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Köln steht, läuft gut an. Seit den Sommermonaten nehmen die Schüler im Rahmen dieses Projekts wöchentlich zusammen mit Flüchtlingen an Sport- und Bewegungsangeboten teil. Dazu gehören zum Beispiel Fang- und Laufspiele. Ganz besonders beliebt ist auch das Basketballtraining. Gefördert wird das Projekt durch die Aktion Neue Nachbarn mit dem Ziel, junge Flüchtlinge zu integrieren.

Die ersten Erfahrungen, die an der OGS Baadenbergerstraße in Köln-Ehrenfeld gemacht werden, hat Andrea Thill, Leiterin des Ganztagsangebotes an der KGS Hinter der Kirche in Köln-Porz, schon gemacht und berät auf dieser Basis den BDKJ Köln: „Unsere Erfahrung ist, dass Flüchtlingskinder einen enormen Bedarf haben, sich körperlich auszupowern. Meist leben sie auf engstem Raum und freuen sich über jedes sportliche Angebot.“ Bei den Angeboten an beiden Schulen, geht es neben der Bewegung auch darum, Teamgeist zu lernen, Konflikte ohne Gewalt zu lösen und die Sprache spielerisch zu lernen.

Der BDKJ Köln greift die Erfahrungen von Thill gerne auf und hat zuletzt eine halbe Projektstelle geschaffen, um das Thema Flüchtlingsarbeit noch einmal stärker in die Jugendverbände zu bringen. „Unser Anliegen ist es, ein Netzwerk aufzubauen und den Jugendverbänden in den Gemeinden zu helfen, unsere jungen neuen Nachbarn in die regelmäßigen Gruppenstunden und Ferienfahrten zu integrieren. Integration funktioniert nur über Begegnung und davon gibt es in den Angeboten der katholischen Jugendverbänden viele.“ So Janine Heupel, Projektmitarbeiterin des BDKJ Köln und dort Ansprechpartnerin für die Flüchtlingsinitiativen.

Weitere Informationen zum Projekt Kids Pioniere und zu den Initiativen des BDKJ Köln erhalten Sie bei Janine Heupel (01575 – 89 72 38 5) oder im Internet unter www.bdkj-koeln.de.

BDKJ

Der BDKJ ist der Dachverband aller katholischen Jugendverbände in der Stadt Köln. In ihm sind über 10.000 Kinder und Jugendliche und über 1.400 ehrenamtliche Leiterinnen und Leiter aktiv. Demokratisches Verständnis, Mitbestimmung, Gruppenleben und gemeinsame Ferienfreizeiten zeichnen die Jugendverbandsarbeit in den Pfarrgemeinden aus.

151215 - Trost ohne Worte

15.Dezember 2015

Trost ohne Worte – Die Chorweiler Flüchtlingsmadonna

Köln. Mit der Chorweiler Flüchtlingsmadonna lädt die katholische Kirchengemeinde Heiliger Johannes XXIII. besonders geflohene Menschen ein, vor diesem Andachtsbild einen Zufluchtsort der Ruhe und des Trostes zu finden. Gemalt hat die Ikone Pfarrer Ralf Neukirchen Anfang des Jahres 2015. „Den Menschen soll sozusagen ohne Sprachprobleme ein Weg in die Gemeinschaft der Kirchengemeinde geöffnet werden“, erklärt er seine Idee. Das Bild zeigt nach dem Vorbild einer Ikone aus dem 8. Jahrhundert eine Madonna mit drei Händen, die den Betrachter einladen und Zuwendung ausdrücken. Auch, dass die „Heilige Familie“ nach der christlichen Überlieferung kurz nach der Geburt Jesu fliehen musste spielte bei der Wahl des Motivs eine Rolle.

In der Nachbarschaft der Kirchengemeinde befindet sich eine große Zeltstadt für Flüchtlinge. Nach der Einführung der Ikone kamen immer häufiger Flüchtlinge in die Gottesdienste der Gemeinde, um vor der Ikone zu beten, sie zu berühren und dort Kerzen zu entzünden. „Durch das gemeinsame Gebet der Gemeindemitglieder mit den Flüchtlingen entsteht eine Beziehung. Manchmal im Gespräch, manchmal schweigend,“ so Pfarrer Neukirchen.

Bei der Aktion „(M)ein Trostwort für Flüchtlinge“ spielen Worte dagegen ein Hauptrolle. Gemeindemitglieder waren dazu eingeladen, tröstliche Botschaften für Flüchtlinge aufzuschreiben. Seit einiger Zeit finden Flüchtlinge nun neben der Ikone einen Flyer in mehreren Sprachen auf dem die Trostworte stehen, die die Gemeindemitglieder formuliert haben.

Friedensglocke erklingt für alle Menschen

Ein weiteres Projekt von Pfarrer Neukirchen ist die sogenannte „Friedensglocke“. Ihr Läuten soll daran erinnern, dass man an einem Ort friedlich miteinander leben kann, ohne die eigenen Überzeugungen zu verlieren. So waren für den Guss dieser besonderen Glocke die Menschen im multikulturellen Stadtteil Köln-Chorweiler eingeladen eine Handvoll Heimaterde beizusteuern. Schließlich kamen hunderte von „Heimaterden“ aus über 50 Nationen zusammen. Geläutet wird die Glocke an jedem ersten Sonntag im Monat auf dem Pariser Platz in Chorweiler. Inspiriert durch den Guss der Friedensglocke ist in dem Kölner Stadtteil inzwischen ein „Runder Tisch“ Frieden entstanden an dem sich orthodoxe, evangelische, freikirchliche und katholische Christen sowie muslimische und jüdische Gemeinschaften beteiligen.

Weitere Informationen zu den beiden Projekten erhalten Sie über die Pressestelle des Erzbistums Köln, Telefon 0221-1642 1411 oder per Mail an presse@erzbistum-koeln.de. Pressefotos sind unter http://we.tl/JbdFfYgPYC abrufbar. Quellenangabe: Pfr. Ralf Neukirchen/Marcel Soppa

151215 - Notfallseelsorge in Köln

15.Dezember 2015

Hilfe wenn die Welt Kopf steht

Christen und Muslime arbeiten in der Notfallseelsorge in Köln zusammen

Anderen Menschen in Notlagen helfen, das war vor rund 6 Jahren der Wunsch einer Gruppe von Muslimen in der „Christlich-Islamischen Gesellschaft“ (CIG). So entstand der Kontakt zur ökumenischen Notfallseelsorge in Köln. Vereinbart wurde, muslimische Männer und Frauen aus unterschiedlichen Ländern, Glaubensrichtungen und Moscheegemeinden zu muslimischen Notfallbegleitern (NFB) auszubilden. Seitdem unterstützen die Helfer die Arbeit der ökumenischen Notfallseelsorge, wenn Muslime zum Beispiel in Situationen des plötzlichen Todes von Angehörigen betreut werden müssen. Dabei ist es besonders wichtig, dass die muslimischen Notfallbegleiter die Muttersprache der Betroffenen sprechen und die speziellen muslimischen Riten im Trauerfall kennen. Beides hilft trauernden Angehörigen, sich zu stabilisieren. „Die als Kind erlernte Muttersprache ist die »Herzsprache«, sie erreicht tiefe emotionale Schichten und gibt damit Trauernden eine Konstanz, wenn ansonsten plötzlich die übrige Welt »Kopf steht«,“ so Michael Meichsner, Koordinator der Notfallseelsorge im Stadtdekanat Köln. Gemeinsam arbeiten muslimisch Notfallbegleiter und christliche Notfallseelsorger so an der Umsetzung des Werkes der Barmherzigkeit „Trauernde trösten“, immer mit Rücksicht auf die besonderen Bedürfnisse jedes Betroffenen.

Weitere Informationen zur Notfallseelsorge im Erzbistum Köln gibt es im Internet unter https://www.erzbistum-koeln.de/seelsorge_und_glaube/krankheit_und_pflege/notfallseelsorge/ oder über die Pressestelle des Erzbistums Köln, Tel. 0221-1642 1411, presse@erzbistum-koeln.de.

Die Notfallseelsorge

Die Geschichte der Notfallseelsorge (NFS) hat sich aus der Feuerwehrseelsorge entwickelt.
Feuerwehrseelsorge bedeutet Seelsorge an Einsatzkräften, die NFS ist ein Angebot für Bürger. Die Feuerwehrseelsorge erschöpfte sich lange Zeit als lokales Angebot für die freiwilligen Wehren, wenn es galt, ein neues Fahrzeug zu segnen. Das änderte sich erst ab dem Jahr 1988, Auslöser war der Flugunfall von Ramstein und setzte weiter fort mit den großen Unglücksfällen in der Bundesrepublik, wie dem Eisenbahnunglück von Eschede im Jahr 1998.

Zunehmend riefen Einsatzkräfte die Feuerwehrseelsorge hinzu, um Angehörige nach plötzlichen Todesfällen zu betreuen. Als die Zahl dieser Einsätze zunahmen, wurde 1998 die Gruppe der Notfallseelsorger in Köln zusammen gerufen und ausgebildet. Im Februar 1999 begannen sie ihre Arbeit, im Jahr 2000 erließ der Generalvikar des Erzbistums Köln eine Organisationsverfügung für diesen jungen Zweig der Seelsorge.

Waren es in dieser Zeit evangelische Pfarrer und Pfarrerinnen, sowie katholische Priester, Diakone und Pastoral- / Gemeindereferenten die den Dienst als NotfallseelsorgerInnen übernahmen, gehören aktuell auch qualifizierte evangelische und katholische Christen zum Team der ökumenischen Notfallseelsorge. Die NFS wird über die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsdienste gerufen und geht zu allen Menschen mit oder ohne religiöse / konfessionelle Bindung.

150813 - Eine Facebook-Gruppe für Flüchtlingshelfer

13. August 2015

Eine Facebook-Gruppe für Flüchtlingshelfer

Erzbistum Köln – Flüchtlinge – Aktion Neue Nachbarn

Erzbistum Köln. Ob ein Schulranzen, Fahrräder oder eine ganze Wohnung, in der Facebook-Gruppe „Neue Nachbarn Netzwerk“ wird dies unkompliziert angeboten und an Flüchtlinge vermittelt. Die Gruppe hat inzwischen 800 Teilnehmer und ist Teil der „Aktion Neue Nachbarn“, der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln. Mit der Aktion, die Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki im November 2014 ins Leben gerufen hat, soll die Willkommenskultur für Flüchtlinge im Erzbistum Köln gefördert und es sollen Initiativen vernetzt werden.

Hilfe für Flüchtlinge ist im „Neue Nachbarn Netzwerk“ bei Facebook ganz leicht. Im April dieses Jahres ging die Gruppe online – und mittlerweile sind schon viele kleine und große Erfolge zu vermelden. Felicia aus Ghana mit ihrem einjährigen Sohn Hezekiel zum Beispiel benötigte dringend Möbel für ihre zugeteilte Wohnung in Köln-Dünnwald. Mobiliar aus dem Flüchtlingswohnheim in Niehl durfte sie nicht mitnehmen. Andrea Pulm vom „Runden Tisch MauNieWei“ suchte daraufhin im „Neue Nachbarn Netzwerk“ Hilfe und fand sie auch. Die Gemeindereferentin der Katholischen Kirchengemeinde Heilige Familie in Dünnwald Anita Otten sagte direkt ihre Unterstützung zu. In wenigen Tagen war die komplette Ausstattung der Wohnung zusammen. Otten ermöglichte Felicia aus Ghana außerdem einen guten Start, in dem sie ihr die Kita, den besten Spielplatz und Einkaufsmöglichkeiten vor Ort zeigte. Wer bei Facebook angemeldet ist, kann ganz einfach Mitglied in der Gruppe werden.

Informationen zur Flüchtlingsthematik, finanzielle Unterstützung für Initiativen, Ansprechpartner sowie Reportagen und Videos aus den Pfarrgemeinden finden Interessierte auch auf der Internetplattform: www.aktion-neue-nachbarn.de. Vor allem die Berichte aus den Gemeinden zu gelungenen Aktivitäten und Initiativen sind spannende Geschichten und Anreize, selbst aktiv zu werden.

Um Flüchtlingen zu helfen, hatte das Erzbistum Köln bereits im vergangenen Jahr eine Soforthilfe von einer Million Euro bereit gestellt, die an Initiativen in den Pfarrgemeinden unbürokratisch ausgezahlt wird. Zusätzlich zu dieser Summe steht für die gesamte „Aktion Neue Nachbarn“ eine weitere Million zur Verfügung. Das Geld dient zur Finanzierung der Aktion, in deren Rahmen unter anderem die Flüchtlingshilfe der Caritas und Sprachkurse der Bildungswerke für Flüchtlinge ausgebaut werden sollen.

Geleitet wird die „Aktion Neue Nachbarn“ von Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel. Seit 2015 zeichnen sich außerdem Klaus Hagedorn als Koordinator der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln und Irene Porsch als Flüchtlingsbeauftragte der Caritas im Erzbistum Köln verantwortlich für die Aktion. Weitere Experten der Caritas sowie der übrigen katholischen Verbände im Erzbistum Köln sind in vielen Fragen für Ehrenamtliche und Flüchtlinge da: Mit Beratung, integrativen Alltagshilfen, Sprachförderung, Angeboten für Kinder oder Therapie für Traumatisierte.

Zu finden ist die Facebook-Gruppe leicht über die Internetseite der „Aktion Neue Nachbarn“ unter der Adresse:  www.aktion-neue-nachbarn.de.

Informationen für Journalisten: Der Nachname von „Felicia aus Ghana“ wurde zum Schutz weggelassen. Ein Foto von Ihr steht im Anhang zur Verfügung und kann kostenfrei übernommen werden.

150804 - Ferienschule für Flüchtlingskinder in Wachtberg

4. August 2015

Ferienschule für Flüchtlingskinder in Wachtberg

Erzbistum Köln – Flüchtlingshilfe – Pressetermin – Aktion Neue Nachbarn

Wachtberg-Ließem. Der Ökumenische Arbeitskreis Wachtberg (ÖAK) veranstaltet am Mittwoch, 5. August um 11 Uhr einen Presstermin zum Projekt „Ferienschule für Flüchtlingskinder“ im Köllenhof, Marienforster Weg 14 in 53343 Wachtberg-Ließem.

Der ÖAK organisiert seit dem 27. Juli eine Ferienschule für Flüchtlingskinder in Wachtberg. Täglich von 9 Uhr bis 12 Uhr erhalten 18 Schüler in kleinen Arbeitsgruppen Intensivsprachunterricht im Fach Deutsch als Zweitsprache (DAZ). Das Deutsche Rote Kreuz fährt acht Schüler mit einem Kleinbus zur Ferienschule. Dem siebenköpfigen Betreuungsteam steht ein umfangreiches Lehr- und Lernmaterial zur Verfügung. Den acht Grundschülern und zehn Schülern der Sekundarschule soll auf diese Weise der Start ins neue Schuljahr erleichtert werden. Das Sommerprojekt wird durch ein Fördergeld in Höhe von 2000 Euro der „Aktion Neue Nachbarn“ des Erzbistums Köln unterstützt.

Seit Mitte Juni besuchen insgesamt 20 Kinder mit Fluchterfahrung die Wachtberger Schulen. Gemeinsam mit dem Jugendmigrationsdienst hatte der Ökumenische Arbeitskreis bereits vier Stunden Förderunterricht mit einem Sprachlehrer der Volkshochschule finanziert. (PEK 150804-sba)

150721 - Spendenaktion erzielt 250.000 Euro

21. Juli 2015

Spendenaktion erzielt 250.000 Euro

23.000 Glockenschläge – Flüchtlingshilfe – Erzbistum Köln

Erzbistum Köln. Das Totengedenken der Solidaritätsaktion „23.000 Glockenschläge“ am 19. Juni hat die Menschen im Erzbistum zum Spenden bewegt. Auf den Spendenaufruf von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hin wurden insgesamt über 250.000 Euro für die Flüchtlingshilfe gesammelt. Der Erlös kommt dem maltesischen Seenotrettungsprojekt Migrant Offshore Aid Station (MOAS) zugute. Die Gesamtsumme setzt sich aus dem Erlös des Solidaritätsabends, den Einnahmen der Sonderkollekte am 21. Juni sowie direkten Spenden an MOAS zusammen. Dennoch stellt das Ergebnis von einer Viertelmillion Euro nur ein vorläufiges dar, denn auch weiterhin gehen Spendengelder auf dem Konto ein.

Über das hohe Spendenaufkommen von 250.000 Euro freute sich vor allem Organisator Dr. Helmut Loggen, stellvertretender Diözesan-Caritasdirektor. Er hatte mit einem Team bestehend unter anderem aus Mitarbeitern des Caritasverbandes für das Erzbistum Köln und des Generalvikariates die Solidaritätsaktion organisiert: „Ich freue mich sehr über das Ergebnis dieser Aktion und spreche allen Helfern meinen Dank aus. Die Vielzahl der Spenden setzt ein tolles Zeichen für eine Globalisierung der Nächstenliebe und ermöglicht MOAS, seine Rettungseinsätze fortzusetzen“.

Die Stiftung MOAS wurde 2013 gegründet und rettet mit ihrem Schiff Phoenix Flüchtlinge aus akuter Seenot auf dem Mittelmeer. Auf diese Weise hat das Team seitdem 8595 Kinder, Frauen und Männer vor dem Ertrinken bewahrt.

Vor wenigen Wochen sichteten die ferngesteuerten Flugzeuge von MOAS erneut ein überfülltes Flüchtlingsboot. DiePhoenix nahm daraufhin Kurs auf und rettete insgesamt 414 Menschen vor dem Ertrinken. Unter ihnen waren auch Kinder, die allein und ohne Betreuung auf die gefährliche Überfahrt nach Europa geschickt worden waren. An Bord des Schiffes warteten auf die entkräfteten Frauen, Kinder und Männer warme Decken, Lebensmittel, Wasserflaschen und eine medizinische Betreuung. Nach Absprache mit den offiziellen Behörden wurden die geretteten Personen danach sicher an Land gebracht. Um Menschenleben weiterhin retten zu können, ist die Stiftung auf Spendengelder angewiesen. „Gründer und Team von MOAS sind sehr beeindruckt, höchst dankbar für die großzügige Unterstützung und durch die Aktion sehr ermutigt“, dankte Matthias Dentler von MOAS.

Rund 230 Kirchen hatten sich an dem Flüchtlingsabend auf dem Roncalliplatz beteiligt und die Totenglocke im Gedenken an die bisherigen Flüchtlingsopfer geschlagen. 23.000 Glockenschläge erinnerten so an jeden Einzelnen der seit 2000 allein auf dem Mittelmeer verstorbenen Flüchtlinge. Ein Markt der Möglichkeiten stellte die Arbeit der katholischen, evangelischen und islamischen Hilfswerke in den Heimatländern der Flüchtlinge vor. Ein ökumenischer Gottesdienst mahnte Politik und Gesellschaft, endlich eine Willkommenskultur in Deutschland zu etablieren. Weitere Informationen erhalten auf der Webseite des Erzbistums Köln unter  www.erzbistum-koeln.de.

Informationen: Die Stiftung MOAS finden Sie auch im Internet unter  www.moas.eu/de .

Fotos: Die anhängenden Fotos können honorarfrei zur aktuellen Berichterstattung über die Aktion 23.000 Glockenschläge genutzt werden bei Nennung des Autors: „Jason Florio Moas.EU“. (PEK150721-sba)

150619 - Eine Willkommenskultur für Flüchtlinge

19. Juni 2015

Aktion Neue Nachbarn – Eine Willkommenskultur für Flüchtlinge

„Ich heiße Flüchtlinge willkommen“ – dafür steht das rote Gummiarmband der Aktion Neue Nachbarn, der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln. Verteilt werden die Bänder an alle, die ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen setzen wollen, die dieser Tage auf der Flucht vor Krieg, Terror und Armut nach Deutschland kommen, um eine neue Heimat zu finden. Ein einziges Wort ist in drei Sprachen in das Band eingestanzt:„Willkommen“.

Das Band macht außerdem auf die Aktion Neue Nachbarn aufmerksam, die mittlerweile nicht nur über ihre Internetplattform, sondern auch über facebook Menschen, die helfen wollen, vernetzt. Schulranzen, Fahrräder, eine ganze Wohnung: Im „Neue Nachbarn Netzwerk“ wird unbürokratisch informiert, angefragt, angeboten und vermittelt, damit unkomplizierte Hilfe schneller bei Flüchtlingen ankommt. Durch Mundpropaganda und das Teilen in den Sozialen Netzwerken gibt es bereits über 420 Mitglieder in der facebook-Gruppe, die flankierend zur „Aktion Neue Nachbarn“ – der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln – und der dazugehörigen Internetplattform (www.aktion-neue-nachbarn.de) gegründet wurde.

Mit der Aktion Neue Nachbarn – die Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki im November 2014 ins Leben gerufen hat – sollen die Willkommenskultur für Flüchtlinge im Erzbistum Köln gefördert, die Bedarfe von Flüchtlingen stärker in das Bewusstsein gerückt sowie alle kirchlichen und nicht-kirchlichen Akteure und Initiativen vernetzt werden.

Hintergrundinformationen zur Flüchtlingsthematik, finanzielle Unterstützung für Initiativen, Ansprechpartner sowie tolle Beispiele in Reportagen und Videos aus den Gemeinden finden Engagierte auf der neu gestalteten Internetplattform: www.aktion-neue-nachbarn.de. Hier können sich Initiativen direkt Antragsformulare und rechtliche Grundlagen zum Flüchtlingsthema herunterladen, Angebote und Ansprechpartner in ihrer Region finden und sich von anderen Initiativen inspirieren lassen.

Um Flüchtlingen zu helfen, hatte das Erzbistum Köln bereits im vergangenen Jahr eine Soforthilfe von einer Million Euro bereit gestellt, die an Initiativen in den Pfarrgemeinden unbürokratisch ausgezahlt wird. Zusätzlich zu dieser Summe steht für die gesamte „Aktion Neue Nachbarn“ eine weitere Million zur Verfügung. Das Geld dient zur Finanzierung der Aktion, in deren Rahmen unter anderem die Flüchtlingshilfe der Caritas und Sprachkurse der Bildungswerke für Flüchtlinge ausgebaut werden sollen.

Über 100 Pfarrgemeinden aus dem gesamten Erzbistum Köln haben schon Anträge zur Förderung ihrer Initiativen gestellt. Aus dem Soforthilfefonds wurden bereits 360.000 Euro an die Gemeinden ausgezahlt, die aus ihren Gemeindekassen nochmal über 100.000 Euro selbst draufgelegt haben. Über den Unterstützungsfonds für die verbandliche Arbeit konnten bereits 855.000 Euro bewilligt werden. Durchschnittlich wurden 4.200 Euro ausgezahlt, was zeigt, dass viele Initiativen mit einer kleinen Unterstützung vor Ort nun viel leisten können. Bei der eingerichteten Hotline können sich ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer Rat holen. Fast 400 Anrufe gab es schon. Die Anrufer informierten sich über die Fördermöglichkeiten, boten Sachspenden oder ihre Mitarbeiter an oder wollten Wohnraum zur Verfügung stellen.

Geleitet wird die „Aktion Neue Nachbarn“ von Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel. Seit 2015 zeichnen sich außerdem Klaus Hagedorn als Koordinator der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln und Irene Porsch als Flüchtlingsbeauftragte der Caritas im Erzbistum Köln verantwortlich für die Aktion. Weitere Experten der Caritas sowie der übrigen katholischen Verbände im Erzbistum Köln sind in vielen Fragen für Ehrenamtliche und Flüchtlinge da: Mit Beratung, integrativen Alltagshilfen, Sprachförderung, Angeboten für Kinder oder Therapie für Traumatisierte.

Hotline: 0221 1642 1212
E-Mail: Fluechtlingshilfe@Erzbistum-Koeln.de

150421 - Kardinal: Elend und Tod im Mittelmeer endlich stoppen

21. April 2015

Kardinal: Elend und Tod im Mittelmeer endlich stoppen

Dringender Hilfsappell – „Europäisches Haus und Herz“ öffnen

Köln. Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat angesichts der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer dringend zu umfassender Hilfe aufgerufen. „Ich appelliere an die Verantwortungsträger in Europa, an unsere Regierung: pragmatische und schnelle Hilfe – Lebensrettung ist angesagt“, sagte der Erzbischof in seiner aktuellen Videobotschaft auf den Internetseiten von Erzbistum und Domradio. „Non-Government-Organisationen – Hilfswerke – Reedereien, jeden, der hier helfen kann, bitte ich eindringlich um Hilfe. Was wir selber als Kirche tun können, werden wir tun“, so Woelki. Europäer und namentlich Deutsche hätten in der Vergangenheit „zu oft weggesehen“, das dürfe nicht wieder passieren. Während die Menschen auf ihrer Flucht vor Krieg, Terror, Hunger und Perspektivlosigkeit ertränken, schaue die Welt einfach nur zu und Europa schaue weg. „Europa aber sind wir – Sie und ich – jeder Einzelne“, sagte der Kardinal. „Wir können Elend und Tod endlich stoppen, wenn wir unser europäisches Haus und unser menschliches Herz nicht länger verschließen.“ (PEK 150421)

150421 - Großes Gemeindeforums zum Thema Flüchtlingshilfe

21. April 2015

„Es ist wieder Zeit die Herzen zu öffnen“

Köln – Forum zum Thema Flüchtlingshilfe – Diözesanrat lädt ein

Köln. Im Mittelpunkt des großen Gemeindeforums steht am 16. Mai von 10-17 Uhr im Kölner Maternushaus, die bistumsweiten Aktion „Neue Nachbarn“ ( www.aktion-neue-nachbarn.de) und die Sorge um Flüchtlinge in unseren Städten und Gemeinden. Die von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki ins Leben gerufene Initiative ermöglicht Gemeinden und Verbänden eine finanzielle Soforthilfe für die neuen Nachbarn, die im Erzbistum Köln ankommen. Mit den Worten „Es ist wieder Zeit die Herzen zu öffnen“ eröffnete Kölns Erzbischof Mitte November diese Aktion.

„Unser Gemeindeforum soll Impulsgeber sein, um sich über die weitereichende Arbeit der Flüchtlingsunterstützung auszutauschen“, lädt Diözesanrats-Geschäftsführer Norbert Michels alle Interessierten aus den Gemeinden und die bereits bestehenden Initiativen herzlich ein. „Wir wollen uns zusammen auf den Weg machen, um die Sorgen und Nöte der Menschen, die oftmals durch lebensgefährliche Bedingungen geflüchtet sind, kennen zu lernen. Der Tag dient darüber hinaus dem Gespräch miteinander über bereits bestehende Ansätze und Ideen“, berichtet Michels. Workshops zu Themen wie ‚Kinder und Jugendliche auf der Flucht‘ oder ‚Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen‘ bieten dabei einen guten Dialog hin zur konkreten Hilfe.

Bei diesem großen Gemeindeforum stehen Fachleute aus den katholischen Fachverbänden zu Gesprächen bereit. Darüber hinaus nehmen Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki, Generalvikar Dr. Dominik Meiering, Diözesanratsvorsitzender Tim Kurzbach und Caritasdirektor Dr. Frank-Johannes Hensel teil. Moderiert wird der Tag von Marija C. Bakker vom WDR. Veranstalter des Forums sind der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln und der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln. (PEK150421 – kö)

Weitere Informationen und Anmeldungen auf www.dioezesanrat.de und per Mail unter gemeindeforum@dioezesanrat.de oder Telefon 0221 2576111.

150421 - Flüchtlingsarbeit in Gemeinden

21. April 2014

„Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“

Erzbistum Köln – Talk am Dom – Flüchtlingsarbeit in Gemeinden

Köln. Am 12. Mai geht es im „Talk am Dom“ im Domforum ab 17 Uhr um die Herausforderungen für die heutige Migranten- und Flüchtlingsarbeit in Gemeinden. Ausgehend von der Integration der Millionen von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg sprechen die Talkgäste im Sinne der Botschaft aus dem Matthäus-Evangelium „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“. Mit dabei sind Dr. Frank Johannes Hensel, Diözesan-Caritas­direktor und Leiter der „Aktion Neue Nachbarn“, Kara Huber, Lehrerin i.R., Autorin und Zeitzeugin, P. Frido Pflüger SJ, Leiter des deutschen Jesuiten-Flüchtlingsdienstes in Berlin und Sonya Winterberg, Journalistin, Fotografin und Autorin. Moderiert wird die Veranstaltung von Marija Bakker vom Westdeutschen Rundfunk. Veranstalter der Talkrunde sind das Kath. Bildungswerk Köln, die Frauenpastoral im Erzbistum Köln, die Familienbildungsstätte Bergisch Gladbach und das Domforum. (PEK150421 – sam)

150306 - Flüchtlinge - Film: Die Piroge

6. März 2015

Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa

Köln – Flüchtlinge – Film: Die Piroge – Kirche und Kino

Köln. Das mehrfach preisgekrönte Drama „Die Piroge“ zur Situation von Flüchtlingen unterwegs nach Europa zeigt die Medienzentrale des Erzbistums Köln am Mittwoch, 18. März, um 19 Uhr.

Der beeindruckende Spielfilm beschreibt den Alptraum der Flucht von 30 Menschen teils unterschiedlicher Herkunft, Kultur, Religion und Sprache mit einem kleinen Fischerboot von Westafrika nach Europa. Nah an den Figuren führt der Film die Situation von Flüchtlingen, ihre Hoffnungen, Ängste und Nöte vor Augen und verrät vieles über Gründe, Hintergründe und Bedingungen von Flucht und Migration.

Im Filmgespräch, moderiert von Dr. Martin Ostermann (Mitglied der Katholischen Filmkommission für Deutschland), können die Aspekte des Films und seines Themas vertieft werden.

Gezeigt wird der Film im Maternushaus Köln, Kardinal-Frings-Straße 1 bis 3. Um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse: www.medienzentrale-koeln.de (PEK150306-KAS).

150113 - DVD-Sampler „Neue Nachbarn“ in der Medienzentrale

13. Januar 2015

DVD-Sampler „Neue Nachbarn“ in der Medienzentrale

Erzbistum Köln – Filme zum Thema Flucht – Arbeitshilfen online

Erzbistum Köln. Die Medienzentrale Köln bietet ab sofort den DVD-Sampler „Neue Nachbarn“ an. Drei Filme zeigen die Situation von Flüchtlingen auf ihrer Suche nach einem menschenwürdigen Leben in der Fremde. Die Spielfilme „Sores & Sirin“, „Wie ein Fremder“ und der Dokumentarfilm „Gestohlene Jahre“ können bei öffentlichen nichtgewerblichen Vorführungen, also in Gemeinden oder im Schulunterricht, gezeigt werden.

Auf der DVD und im Internet gibt es zudem didaktische Arbeitshilfen zum Thema Flüchtlinge. Neben ihrem Verleihangebot hat die Medienzentrale viele Titel zum direkten Download unter www.medienzentrale-koeln.de freigeschaltet. Eine Arbeitshilfe zum Thema „Flüchtlinge“ mit umfangreichem Material steht voraussichtlich ab Frühjahr 2015 zur Verfügung.

Der DVD-Sampler „Neue Nachbarn“ kann zum Selbstkostenpreis von 5 Euro bei der Medienzentrale erworben werden. Weitere Informationen gibt es unter medienzentrale@erzbistum-koeln.de oder unter 0221 1642 3333. Weitere Informationen zu der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln sind erhältlich unter www.aktion-neue-nachbarn.de. (PEK150113 – KL)

141223 - Weihnachtskartenaktion

23. Dezember 2014

„Es ist wieder Zeit die Herzen zu öffnen“

Erzbistum Köln – „Aktion Neue Nachbarn“ – Weihnachtskarte

Erzbistum Köln. Rainer Maria Kardinal Woelki wendet sich mit einem Weihnachtsgruß an alle Pfarrgemeinden im Erzbistum Köln. In seiner Weihnachtskarte ruft Kardinal Woelki die Menschen dazu auf, eine Willkommenskultur für Flüchtlinge zu schaffen und die Herzen für neue Nachbarn zu öffnen. Die Karten werden in den Weihnachtsgottesdiensten an die Besucher verteilt.

„Kurz nach Jesu Geburt mussten Joseph und Maria mit dem Kind nach Ägypten fliehen. Die Weihnachtsgeschichte zeigt uns, dass auch Jesus ein Flüchtling war. Dies verpflichtet uns alle zum Handeln“, so Kardinal Woelki. „Gemeinsam müssen wir Christen allen Menschen in Not helfen.“ Die Weihnachtskarte der „Aktion Neue Nachbarn“ – Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln – zeigt auf der ersten Seite ein großes Herz mit einer zu öffnenden Tür. In der Karte befinden sich die persönliche Ansprache des Kardinals sowie eine Szene mit einem in Windeln gewickelten Kind.

Die Weihnachtskarte und weitere Informationen zu der „Aktion Neue Nachbarn“ gibt es unter www.aktion-neue-nachbarn.de und unter der Hotline 0221 1642 1212. (PEK141223 – KL)

141212 - Erfolgreicher Start der „Aktion Neue Nachbarn“ – Erste Bilanz

12. Dezember 2014

Erfolgreicher Start der „Aktion Neue Nachbarn“

Erzbistum Köln – Erste Bilanz – Flüchtlingshilfe aufgestockt

Erzbistum Köln. Die Mitte November gestartete „Aktion Neue Nachbarn“ des Erzbistums Köln ist erfolgreich angelaufen. 22 Anträge auf finanzielle Förderung sind seit dem 11. November bei der eigens eingerichteten Hotline eingegangen. In vielen Gemeinden und Pfarrverbänden im Erzbistum Köln engagieren sich Menschen, um Flüchtlinge willkommen zu heißen und zu unterstützen. Am vergangen Wochenende bestätigte der Kirchensteuerrat des Erzbistums Köln eine Hilfe für Flüchtlinge und Menschen in Not von insgesamt 12,5 Millionen Euro.

Von den 12,5 Millionen Euro gehen 10 Millionen Euro in den Fonds für Not- und Katastrophenhilfe der Diözesanstelle Weltkirche. Dessen bisheriges jährliches Budget von gut 500.000 Euro musste in den vergangenen Jahren immer wieder aus anderen Mitteln ergänzt werden und reichte trotzdem nicht aus. Mit der jetzt vorgenommenen Aufstockung kann die Diözesanstelle in den nächsten Jahren den Betroffenen von Katastrophen weltweit nachhaltiger helfen und vor Ort Fluchtgründe wie Armut und Hunger bekämpfen. Schwerpunktmäßig werden diese Hilfen in den Kriegsgebieten des Nahen Ostens und in Afrika eingesetzt. Aus dem Sozialfonds des Meister-Gerhard-Werkes stellt das Erzbistum Köln der Obdachlosenhilfe 500.000 Euro zur Verfügung.

Bereits vor einem Monat hatte der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki die „Aktion Neue Nachbarn“ ins Leben gerufen. Unter anderem werden in einem Soforthilfefonds eine Million Euro für Initiativen der Flüchtlingshilfe in den Gemeinden zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zu dieser Summe steht für die gesamte „Aktion Neue Nachbarn“ eine weitere Million zur Verfügung. Das Geld dient zur Finanzierung der Aktion, in deren Rahmen unter anderem Flüchtlingshilfe der Caritas ausgebaut Sprachkurse der Bildungswerke für Flüchtlinge ausgebaut werden sollen. Derzeit gibt es eine große Nachfrage nach diesen Deutschkursen, die nun erfüllt werden soll.

Aus dem Soforthilfefonds des Erzbistums Köln wurden bisher 42.000 Euro an Fördermitteln den Initiativen in den Gemeinden zur Verfügung gestellt. Das Geld fließt in unterschiedliche Projekte: unter anderem in Altenberg kann durch die Unterstützung ein syrischer Flüchtling aufgenommen werden, in Erkrath wird der „Freundeskreis für Flüchtlinge“ bei seiner Arbeit unterstützt. Mit dem Geld aus dem Fonds baut eine Kölner Gemeinde die Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder aus. In Lindlar wird mit dem Zuschuss Lehrmaterialien und Sportbekleidung für Flüchtlinge gekauft.

Bei der eingerichteten Hotline können sich ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer Rat holen. Unter der Telefonnummer 0221 1642 1212 rufen täglich 15 bis 20 Personen an. Die Anrufer können sich über die Antragsstellung, schon laufende Aktionen oder den Umgang mit Flüchtlingen informieren. Zusätzliche Informationen gibt es auch im Internet unter www.aktion-neue-nachbarn.de. (PEK 141212 – KAS)

141114 - Start der Aktion Neue Nachbarn

14. November 2014

Flüchtlinge: Eine Million Starthilfe für die Neuen Nachbarn

Erzbistum Köln – Kardinal Woelki – „Aktion Neue Nachbarn“

Erzbistum Köln. Das Erzbistum Köln wird die Flüchtlingshilfe stärken und hat jetzt die „Aktion Neue Nachbarn“ ins Leben gerufen. Dazu gehört unter anderem eine Soforthilfe von einer Million Euro, die an Initiativen in den Pfarrgemeinden unbürokratisch ausgezahlt wird. Gleichzeitig werden Ideen und Ansprechpartner für das Engagement vor Ort vermittelt.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass die Kirche vor Ort im Erzbistum Köln wirkungsvoll zu einer Willkommenskultur für Flüchtlinge als neue Nachbarn beitragen kann“, schreibt Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki in einem Brief an alle Mitarbeiter und Gremien in den Gemeinden. In den ersten Wochen als neuer Erzbischof hat er einige Initiativen für Flüchtlinge vor Ort kennengelernt und war von deren Engagement so beeindruckt, dass er nun die „Aktion Neue Nachbarn“ startete: „Wir folgen damit Papst Franziskus, der die Herausforderung von Flucht und Vertreibung als eine Anfrage besonders an uns Christen sieht, und vielleicht wird so in unseren Gemeinden die Liebe Gottes zu allen Menschen noch stärker spürbar“, so Woelki.

Geleitet wird die „Aktion Neue Nachbarn“ von Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Johannes Hensel. Experten der Caritas wie der übrigen katholischen Verbände im Erzbistum Köln sind in vielen Fragen für Flüchtlinge da mit Beratung, integrativen Alltagshilfen, Sprachförderung, Angeboten für Kinder oder Therapie für Traumatisierte. Mit deren Kompetenz sollen in den Gemeinden die Flüchtlingshilfe gestärkt und örtliche Hilfeangebote unterstützt werden.

Im Rahmen der Aktion regt Kardinal Woelki auch an, dass Gemeinden geeignete Räume für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Das Erzbistum Köln prüft derzeit, welche ihrer Gebäude sich für eine Unterbringung von Flüchtlingen eignen, und hat den zuständigen Stellen entsprechende Angebote gemacht. Auch die „Aktion Neue Nachbarn“ berät zu Fragen der Wohnraumbeschaffung für Flüchtlinge. Zentrale Rufnummer zu Fragen der Flüchtlingshilfe im Erzbistum Köln ist die Nummer 0221 1642 1212. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.aktion-neue-nachbarn.de, die zu einem Austausch- und Informationsportal für alle Engagierten in der Flüchtlingshilfe ausgebaut wird. (PEK141112 – kas)

Weitere Informationen online unter www.aktion-neue-nachbarn.de